Da bin ich also. Frank Kühnel, Mitglied des AUGE e.V. Computerclubs in der Regionalgruppe Frankfurt.

Einige Daten zu meiner Person.

Ich wurde im Dezember 1950 im Erzgebirge in der ehemaligen Dääderää (DDR) zur Welt gebracht.

Studium der Elektrotechnik in Braunschweig. Während des Studiums gab es den ersten Kontakt mit der Computerei. Als Programmiersprache war damals als non plus ultra ALGOL60 angesagt. Da hat schon der alte Niclaus Wirth mit dranrumgebastelt, woraus dann PASCAL entstanden ist.

ALGOL hat sich aber selbst an den Hochschulen nie durchsetzen können. Bei meiner Diplomarbeit kommt deshalb FORTRAN zum Einsatz. Die ersten Spielereien durften wir Anfänger auf einem Rechner mit der Bezeichnung 'electrologica X1' machen, einem uralten Schätzchen, das wohl aus einer Kollaboration von Phillips und Telefunken entstanden ist. Nach dem Tippen der Programme auf einem Lorenz- Fernschreiber mußten die gestanzten Lochstreifen an der Konsole eingelesen werden. Enterprise is'n Dreck dagegen. Die Ausgabe erfolgte auf einem Facit- Lochstreifenstanzer mit nachfolgendem Ausdruck auf dem Fernschreiber. Es war abenteuerlich.

Die nächsthöheren Weihen bekam ich dann am Lochkartenstanzer für den Batchbetrieb am Großrechner, einer ICL-Maschine. ICL war damals der größte europäische Computerhersteller, aus Groß-Britannien. Seine sterblichen Reste sind heute fest in japanischer Hand.

Der Höhepunkt meiner damaligen Computerlaufbahn war dann während der Diplomarbeit die Benutzung eines leibhaftigen Terminals. Zur gleichen Zeit kam auch eine neue Programmiersprache auf, die besonders leicht zu lernen und interaktiv zu handhaben war : BASIC. Ich habe mich im Rahmen eines Einführungskurses des Rechenzentrums damit beschäftigt, aber als 'richtiger Programmierer' bin ich dann doch bei FORTRAN geblieben.

Nach dem Diplom 1978 hat es mich dann nach Schwalbach zur VDO verschlagen. Hier hatte ich es dann mit einem 'Kleinrechner' (drei 19"Racks) HP1000 zu tun. Der hatte eine Festplatte mit der enormen Kapazität von 2MB; und viele Lichter und Schalter. Als Arbeitsplatzrechner für Meßaufgaben wurden bald HP85 eingeführt, und damit hat mich BASIC wieder eingeholt. Variablenbezeichner mit maximal einem Buchstaben und einer Zahl! Hier war der ganze Mann gefordert, vor allem beim Einlesen der Programme von Band.

Inzwischen gab es auch schon die ersten Homecomputer, dank Jobs, Wozniak und Co. Aber mit solchem Spielzeug gibt sich ein 'ernsthafter Programmierer' nicht ab. An der Taschenrechnerfront tobte damals der Kampf HP gegen Texas : wer rechnet genauer? Da ich schon während meines Studiums Kontakt zu HP-Taschenrechnern und der umgekehrten polnischen Notation bekommen hatten, ist wohl klar, für wen mein Herz schlug.

Für die Homecomputerszene hatten ich damals nur beißenden Spott übrig, die Namen Jobs, Tramiel usw. waren mir kein Begriff, allenfalls die Bezeichnung 'Turnschuhunternehmer'.

Ein Studienkollege schwärmte allerdings schon damals für den fortschrittlichsten Computer, einen Macintosh.

1987 hat's mich dann doch eingeholt. APPLE verramscht die APPLE//c; mit Drucker und Monitor gibt es die schon für 1000,-. Ich wollte ihn eigentlich nur als dummes Terminal für's Funkfernschreiben. Aber auf das externe Laufwerk als erstes Zusatzgerät folgte bald eine Z80-Karte mit CP/M+, Turbopascal, Aztec-C-Compiler und viiiiiieles Andere mehr. 1989 mache ich die Amateurfunklizenz, habe mich aber auf's Morsen auf Kurzwelle und vor allem das Basteln beschränkt.

Ein Kollege hat mir übrigens schon damals die AUGE empfohlen, doch irgendwie hab ich erst 1992 die Kurve gekriegt. Da gab's bei mir den nächsten Schub. Ich habe lange mit mir gerungen : AMIGA, Atari oder Mac. Es wurde dann ein SE/30, gebraucht für 5500,-. Ich hab es bis heute nicht bereut. Seit November 1995 bin ich stolzer Besitzer eines Power Mac 9500, man gönnt sich ja sonst nix.

Neben dem Programmieren betätige ich mich auf den Rechnern vor allem mit der Kommunikation via Modem in Mailboxen, seit dem 1.7.1995 auch im Internet. Ab 2.8.1995 kam noch Packet-Radio dazu.

Bis bald, Frank!

Frank Kühnel

Bremer Straße 2-6

65760 Eschborn

06196/46957

frank.kuehnel@netsurf.de

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